Luftbefeuchtung im Labor des Robert Koch-Instituts, Berlin
Direkt im Raum Luftbefeuchtung
Ein Ziel, unterschiedliche Wege:

Luftbefeuchtungs-Technologien

Für das Sicherstellen einer ausreichenden Luftfeuchtigkeit werden in der Praxis unterschiedliche Systeme und Technologien eingesetzt: Düsenzerstäuber, Dampfbefeuchter, Ultraschallzerstäuber und Verdunster sind häufig eingesetzte Funktionsprinzipien, die sowohl in der Zentralbefeuchtung als auch in der Direkt-Raumluftbefeuchtung zur Anwendung kommen. Condair Systems hat sich auf die direkte Luftbefeuchtung spezialisiert und setzt vor allem Düsen-Systeme mit Hochdruck- und Druckluft-Technologie ein. Die verschiedenen Systeme unterscheiden sich hinsichtlich Energieverbrauch, Wartungsaufwand und Befeuchtungsleistung.

1. Düsen-Luftbefeuchtung

Bei der Düsen-Luftbefeuchtung wird zwischen Hochdruck- und Druckluft-Düsenzerstäubern unterschieden.

  • Hochdruck-Düsen

Bei der Hochdruck-Düsenluftbefeuchtung wird Wasser durch eine Hochdruckpumpe unter hohen Druck (85 bar) gesetzt. Über Hochdruckschläuche wird das Wasser direkt zu den Luftbefeuchtern transportiert (Ein-Stoff-Verfahren). Anschließend wird es über spezielle Hochdruck-Düsen mikrofein und nahezu geräuschlos vernebelt. Hochdruck-Düsenzerstäuber bestehen zudem aus einer Steuereinheit und setzen den Einsatz einer Wasseraufbereitung voraus.

Vorteile
Mikrofeine Verneblung
Große Befeuchtungsleistung möglich
Geringer Energieverbrauch
  • Druckluft-Düsen

Das Wasser wird bei diesen Düsen-Systemen mittels Druckluft (Kompressor) vernebelt. Druckluft und Wasser werden dabei getrennt in die Luftbefeuchter eingeleitet (Zwei-Stoff-Verfahren). Diese langjährig bewährte Technologie ist vor allem für kleinere Produktionsräume wirtschaftlich (bis ca. 4.000 m3) und für Anwendungen geeignet, die geringere Anforderungen an Tröpfchengröße und Betriebsgeräusche stellen.

Vorteile
Robuste Technik
Einfache Installation
Problemlose Erweiterung

2. Dampfluftbefeuchter

Verdampfer produzieren Dampf in einem temperaturbeständigen Kunststoff- oder Edelstahlzylinder, in dem das Befeuchterwasser bis auf 100 °C erhitzt wird. Dampfluftbefeuchter werden in drei Bauarten unterteilt: Elektroden-, Widerstands- und Gasverdampfer. Die Aufheizung bei den häufig eingesetzten Elektroden- und Widerstandsverdampfern erfolgt durch elektrische Energie, weshalb die elektrische Leistungsaufnahme recht hoch ist.

Bewertung: Die Dampfluftbefeuchter weisen einen geräuscharmen Betrieb, bei jedoch hohem Energieverbrauch auf. Die Lebensdauer der Dampfzylinder ist aufgrund von Kalkanlagerungen begrenzt.

3. Ultraschall-Luftbefeuchter

Bei der Ultraschall-Luftbefeuchtung wird das Wasser durch piezoelektrische Schwingerelemente zu hochfrequenten Schwingungen angeregt, wodurch Wasseraerosole an der Wasseroberfläche in Form eines kalten Nebels austreten. Das entstehende Aerosol wird von einem Luftstrom in die Raumluft befördert.

Bewertung: Vorteile der Ultraschall-Luftbefeuchter sind der geringe Energieverbrauch und die geräuschlose und tropfenfreie Wirkweise. Die Lebensdauer der Ultraschallschwinger ist begrenzt, so dass ein entsprechender Ersatzteilbedarf einzuplanen ist. Für den Betrieb ist vollentsalztes Wasser erforderlich.

4. Verdunster

Bei Verdunstern wird das Befeuchterwasser gleichmäßig auf einem Kontaktkörper verteilt oder der Kontaktkörper saugt sich voll, um eine große Oberfläche für den Verdunstungsvorgang zu schaffen. Ein Ventilator fördert die Raumluft durch den Kontaktkörper. Der Befeuchtungsvorgang erfolgt durch Verdunstung an der Oberfläche des Kontaktkörpers. Ortsfeste Geräte sind an das Wassernetz angeschlossen. Der Kontaktkörper kann feststehend oder rotierend ausgeführt sein.

Bewertung: Die Verdunster haben nur einen geringen elektrischen Energiebedarf. Um Ablagerungen von Kalk und die Bildung eines Biofilms zu vermeiden, sind Reinigungs- und Wartungsarbeiten regelmäßig durchzuführen. Das Wasser sollte täglich gewechselt werden.

5. Mobile Kleingeräte

Nach der VDI 6022 Blatt 6 ist der Einsatz von mobilen Kleingeräten an Arbeitsplätzen aus vorbeugenden Gründen zu untersagen; es sei denn, es wird ein nachvollziehbarer Beweis des gefahrlosen Betriebs durch den Nutzer geliefert.

Auch alle dekorativ wasserbetriebenen Einrichtungen (z.B. Wasserwände, Springbrunnen) bergen ein hohes Risiko, durch kontaminiertes Wasser die Atemwege zu belasten, wenn sie nicht ordnungsgemäß beschickt, gereinigt und gewartet werden. Besondere Prüfungen und Maßnahmen sind daher für den gefahrlosen Betrieb notwendig.

Bewertung der Befeuchtungssysteme

Beim Gegenüberstellen der verschiedenen Befeuchtungssysteme sind sowohl die Betriebskosten, die technischen Ausstattungen als auch die Service-Angebote genauestens zu vergleichen. Im Interesse eines hohen Gesundheitsschutzes und umfassender Betriebssicherheit sind Systeme mit einer integrierten Wasseraufbereitung und einem nachhaltigen Wartungskonzept zu bevorzugen.

Eine wichtige Entscheidungshilfe bei der Auswahl des passenden Luftbefeuchtungssystems ist das VDI-Zertifikat. Der Anwender einer derart überprüften Anlage hat die Sicherheit ein wartungsfreundliches, wirtschaftliches und hygienisch einwandfreies System zu betreiben.

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