Luftentfeuchtung Chemieindustrie

Luftentfeuchtung in der chemischen Industrie


Ob es, etwa bei der Tablettenpressung, darum geht, Rohstoffe dauerhaft miteinander zu verbinden, Flüssigkeiten zu „pulverisieren“ oder mögliche Nebenwirkung von Reaktionen zu verhindern: In der chemischen Industrie sind die Anforderungen an die Qualität von Rohstoffen wie Endprodukten besonders hoch. Wichtig ist dabei vor allem, dass die Umgebungsparameter so kontrolliert und gesteuert werden können, dass sie die relevanten Prozesse optimal unterstützen können. Wie wichtig hier eine hochpräzise Luftentfeuchtung zeigt sich bei einer Vielzahl von Anwendungen. Gerade leicht wasserbindende Materialien benötigen eine optimale Luftfeuchte, um eine ungehinderte Weiter- oder Endverarbeitung zu gewährleisten, vor allem aber um chemische Erzeugnisse mit verlässlicher Wirksamkeit und Qualität zu produzieren.

Rohstoffe reagieren mit der Luftfeuchte


Um eine möglichst optimale industrielle Verarbeitung und eine schadenfreie Lagerung von chemischen Stoffen abzusichern, gilt es, Entfeuchtungssysteme zu konzipieren, die exakt auf die Bedürfnisse der Herstellerunternehmen angepasst sind. Derartige Systemlösungen setzen in der Regel schon bei der Anlieferung der Roh- und Ausgangsstoffe an, um bereits in dieser Phase die Vorteile einer optimalen Luftfeuchtesteuerung anzubieten. Wichtig dabei: Selbst geringfügige Abweichungen von der „idealen“ Feuchte können sich im Ablauf des weiteren Prozessgeschehens negativ auf die dabei verwendeten Stoffe und ihre Spezifika, aber auch in möglichen Reaktionen untereinander auswirken. Wichtig ist neben der Gewährleistung einer zuverlässigen Qualität auch eine gleichbleibende Konsistenz der Produkte im Hinblick auf ihre Riesel- und Fließfähigkeit. Nur so können die entsprechenden Lager-, Förder- und
Dosiersysteme bestmöglich eingesetzt werden.

Korrosion an Rohrenleitungen verhindern


Allein schon durch die weiträumigen Oberflächen, die sie bilden, setzt sich besonders an Rohrleitungen und Armaturen schnell Kondenswasser ab – umso mehr, desto niedriger die Temperaturen an diesen Oberflächen sind. Die Folgen davon können weitreichend – und in der Konsequenz kostspielig sein. Durch die dauernde Einwirkung der Feuchtigkeit setzt an den betroffenen Stellen mit der Zeit Rost an. Schlimmer noch: Je nachdem, wo die Leitungssysteme eingerichtet sind, kann das kondensierte Wasser auch in die darunterliegenden Produktions- oder Lagerbehälter eintropfen und dort, je nach Funktion der Anlagenelemente im Produktionsprozess, erheblichen Schaden anrichten. Der Einsatz von Luftentfeuchtungssystemen auf Basis aktueller Adsorptionstechnologie beugt Kondensation, Korrosion und Schimmelbildung vor und verhindert so dauerhafte Schädigungen der Produkte und Produktionsanlagen.

Förderfähigkeit / Rieselfähigkeit


Hohe Umsetzungsgeschwindigkeiten, eine optimale Abstimmung der einzelnen Elemente untereinander, vor allem aber eine zuverlässige Funktionstüchtigkeit bilden – branchenunabhängig – wesentliche Qualitätsmerkmale einer dynamischen Prozesstechnik ab. Die Qualität der Fördertechnologie innerhalb der einzelnen Prozesssegmente spielt dabei eine essenzielle Rolle. Um diese dauerhaft zu garantieren, müssen äußere Störfaktoren, wie z. B. hohe oder stark schwankende Luftfeuchte, systematisch ausgeschlossen werden. Entfeuchtungssysteme, die auf zeitgemäßer Kondensations- oder Adsorptionstechnologie basieren, schaffen dafür bestmögliche Voraussetzung. Sie sorgen dafür, dass aus Kondensation keine Korrosion an wesentlichen Förderelementen wird, vor allem aber auch, dass Schüttgüter ihre Rieselfähigkeit erhalten und Stückgüter nicht kleben oder haften. Für die Effizienz der Produktionsprozesse und damit auch zur Herstellung konkurrenzfähiger Produkte sind sie somit unerlässlich.