Luftentfeuchtung Lebensmittelindustrie

Luftentfeuchtung in der Lebensmittelindustrie


Bei der Herstellung, Trocknung und Lagerung von Lebensmitteln ist eine konsequente Luftentfeuchtung zum unentbehrlichen Bestandteil des gesamten Prozessumfeldes geworden. Trocknungssysteme, die auf Basis moderner Kondensations- oder Adsorptionstechnologien funktionieren, können hierbei eine Vielzahl unterschiedlicher Probleme lösen oder – noch besser – diese Probleme gar nicht erst entstehen lassen. So lassen sich durch ihren Einsatz etwa längerfristige Schäden an Gebäuden oder Gebäudeeinrichtungen, an den Produktionsanlagen oder Lagerstätten selbst vermeiden. Für den Hersteller im konkreten Fall noch wichtiger: Effiziente Entfeuchtungssysteme verhindern Schädigungen oder Qualitätseinbußen, die Feuchtigkeit im Produktions- und Lagerumfeld von Lebensmitteln anrichten kann. Die kann sowohl die Substanz der Produkte betreffen (etwa beim Verdicken dehydrierter Produkte wie Suppen- oder Soßenpulver) oder sich – wie z. B. bei Brauereiprodukten oder bestimmten Käsesorten – auch direkt auf Geschmacksqualität der jeweiligen Erzeugnisse auswirken. Beugen Sie dem vor!

Sprühtrocknung


Werden Produkte, insbesondere Lebensmittelerzeugnisse, in Sprühtrocknern oder Wirbelschichtanlagen getrocknet, so können durch eine vorausgehende Entfeuchtung der Versorgungsluft deutliche Konsistenz- und Qualitätsverbesserungen erzielt werden. Diese wirken sich – gerade auch mit dem Ziel einer verlässlichen und vor allem einheitlichen Lebensmittelqualität – besonders positiv aus. Durch den Einsatz von Entfeuchtern können dabei nicht nur die typisch jahreszeitlichen Änderungen der Wetter- und Klimabedingungen in ihren Auswirkungen begrenzt werden, auch die Folgen saisonaler Schwankungen lassen sich, gerade auch im Hinblick auf die Produktionsmengen, auf diese Weise ausschließen. Darüber hinaus wird durch eine Entfeuchtung der Umgebungsluft während der Kühlung der Ware unmittelbar vor deren Verpackung verhindert, dass sie weiterhin Feuchtigkeit aufnimmt.

Feuchteeintrag bei hohen Reinigungsintervallen


Allein schon aus hygienischen Gründen sind in einer Vielzahl von Lebensmittelbetrieben häufige – oft auch mehrmals täglich stattfindende – Reinigungsmaßnahmen ein Muss. Beispiel – Fleisch verarbeitende Industrie: Hier müssen die eingesetzten Maschinen, Arbeitsflächen und Böden aufgrund der erheblichen Verschmutzungen, die dort anfallen, bis zu drei Mal am Tag gereinigt werden, um das erforderliche Maß an Sauberkeit zu erreichen.

Das Problem: Überall dort, wo etwa mit dem Einsatz von Hochdruckreinigern, geputzt wird, setzt sich auch Feuchtigkeit ab. Wird diese nicht regelmäßig entfernt, lässt sie sich u. a. auch auf den verarbeiteten Fleischerzeugnissen nieder und bildet dort den Nährboden für die Entstehung von Keimen und unerwünschten Bakterien.

Hygroskopische Zutaten
(z.B. Stärke)


Für die industrielle Herstellung und Weiterverarbeitung hygroskopischer Stoffe ist eine durchgängige Entfeuchtung der Umgebungsluft notwendige Voraussetzung für eine optimale Produktion. Verbindungen, die wie z. B. Stärke auf Feuchtigkeit stark anziehend wirken, können bei der Aufnahme von Wasser nicht nur ihre Dimensionen, sondern auch Farbe und andere Spezifika verändern. Entscheidend aber ist, dass sich auch die Qualität der Erzeugnisse und ihrer einzelnen Bestandteile bis hin zur Unbrauchbarkeit bzw. Ungenießbarkeit vermindern kann. Während Mehl beispielsweise bei der Aufnahme von Feuchtigkeit rasch Klumpen bildet, reagiert Zucker chemisch mit Wasser und bildet dabei guss- oder karamellartige Verbindungen, die ihn für eine Weiterverarbeitung unbrauchbar machen können. Um die Folgen dieser Reaktionen oder Prozesse prophylaktisch zu verhindern, ist der Einsatz wirkungsvoller Entfeuchtungslösungen unbedingt erforderlich!