Magazin Luftfeuchte 2021 OKT 01

Autor:
Klaus Achenbach

Luftentfeuchtung im Kühllager

Liebe Leser,

bei der Lagerung von Lebensmitteln, wie zum Beispiel von Fleisch- und Wurstwaren, Milchprodukten, Teigwaren sowie Tiefkühlspeisen, hat ein optimales Verhältnis zwischen der geeigneten Raumtemperatur und der Luftfeuchte höchste Priorität für eine dauerhaft hochwertige Produktqualität.

Oft können Raumzustände, die nur kurze Zeit von den Idealbedingungen abweichen, hohe Schäden hervorrufen. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die Regelung der Luftfeuchte dar. Es lässt sich nicht vermeiden, dass warme und feuchte Luft, zum Beispiel beim Einbringen oder beim Abtransport von Waren, in das Lager einströmt oder neu im Lager deponierte Produkte Feuchtigkeit an die Luft abgeben. Die dauerhafte und sichere Abführung dieser Feuchte ist für viele Betreiber besonders bei Lagertemperaturen von oft weit unter 0 °C ein permanentes Problem. Wenn Wasser aus der Luft auskondensiert, schlägt es sich als Flüssigkeit beziehungsweise in Tiefkühllagern als Eis auf Böden, Wänden und auf den Waren nieder. Dies führt zu Schäden an den Produkten und gefährdet die Betriebssicherheit, denn Personen können ausrutschen und sich verletzen oder Stapler auf glattem Eis ins Rutschen geraten.
Feuchteeintrag Kuehllager
Wenn es nun darum geht, für einen Prozess oder zur Sicherstellung von vorgegebenen Soll-Raumluftzuständen, die Luft zu entfeuchten, ergeben sich daraus beispielsweise folgende typische Herausforderungen.

Kühllager:
Raumtemperatur -15 °C, Feuchte x = 0,9 g/kg, Dichte = 1,37 kg/m3
Außenluft im Sommer: +34 °C, 42 % r. F., x = 14 g/kg, Dichte = 1,15 kg/m3
Außenluft im Winter: 0 °C, 80 % r. F., x = 3 g/kg, Dichte = 1,29 kg/m3
Höhe x Breite der Öffnung: 2,5 m x 2 m
Öffnungsdauer: 10 Minuten pro h

Annahme:
Durch das Aus- und Einbringen (Öffnen von Türen und Toren) dringt Außenluft in das Kühllager ein und vermischt sich mit der Raumluft. Wieviel Wasser dabei in den Kühlraum eingetragen wird, ist abhängig von den Luftzuständen und der daraus resultierenden Dichtedifferenz zwischen der Außenluft und dem Tiefkühlraum, der Größe der Öffnung, wie lange diese geöffnet ist und den Maßnahmen zum Schutz vor Feuchteeintrag, zum Beispiel einer Luftschleieranlage. Ohne Luftschleieranlage ergibt sich bei den zuvor genannten Vorgaben im Sommer rechnerisch eine Infiltration von 1.251 m3/h Außenluft in das Kühllager. Durch den Betrieb einer Luftschleieranlage mit einer Effizienz von 80 %, wird diese auf 250 m3/h verringert.

Sommerbetrieb:
250 m3/h x 1,15 kg/m3 x (14 - 0,9) g/kg = 3.766 g/h
Im Winterbetrieb reduziert sich nicht nur die Menge der Infiltrationsluft aufgrund der geringeren Außenluftfeuchte. Es herrscht auch eine geringere Differenz in der Luftdichte. Dadurch verringert sich die rechnerische Infiltration inklusive Berücksichtigung der Luftschleieranlage auf 150 m³/h.

Winterbetrieb:
150 m3/h x 1,29 kg/m3 x (3 - 0,9) g/kg = 406 g/h
Aufgrund der Raumtemperatur von -15 °C wird sich das aus der Luft kondensierende Wasser nun als Eis auf den Raumumschließungsflächen und den Waren niederschlagen. Sowohl die Bildung von Kondensat als auch von gefährlichen Eisformationen kann durch den Betrieb von Adsorptions-Trocknern vermieden werden.
Feuchteeintrag Kuehllager
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Mit freundlichen Grüßen

Klaus Achenbach
Market Development Manager Central Europe
Condair GmbH
Luftentfeuchtung im Kühllager

Seiten: 8
Format: Din A4


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Luftfeuchte im Kühllager
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